Ein Dichtungsband ist nur dann dicht, wenn Werkstoff, Querschnitt und Montage zusammenpassen. Zwei der drei Größen werden meist richtig gewählt – der Werkstoff und der Querschnitt. Die Montage entscheidet.
| Einsatzort | Passender Aufbau | Hinweis |
|---|---|---|
| Fensterfalz / Anschlag | selbstklebendes EPDM-Dichtband, 2–6 mm, geschlossenzellig | UV- und witterungsbeständig, bleibt über Jahre elastisch |
| Tür (Blendrahmen, Anschlag) | EPDM-Profil oder Dichtband 3–8 mm | auf dauerhafte Rückstellung achten – sonst keine Schließkraft |
| Dusche, Wanne, Spritzbereich | EPDM-Dichtband auf Flansch und Randfuge, in Verbindung mit Verbundabdichtung | EPDM ist kein Ersatz für die Flächenabdichtung, sondern die Fugenkomponente |
| Küche, Arbeitsplatte, Spülrand | dünnes EPDM-Dichtband 2–3 mm | Lebensmittelkontakt vermeiden – nur außerhalb des Kontaktbereichs einsetzen |
| Wasserleitung, Flansch | EPDM-Flanschdichtung, geschnitten | für Gewinde dagegen kein EPDM, sondern Gewindedichtmittel |
| Dachfenster, Blechanschluss | EPDM-Dichtband oder -Bahn, verklebt oder verschweißt | Außenbereich: EPDM ist hier die einzige sinnvolle Elastomerwahl |
Zwei Fälle nennen wir offen, auch wenn wir das Material verkaufen: Erstens Gewindeverbindungen – hier arbeiten Gewindedichtmittel oder Dichtfaden zuverlässiger als jede Elastomerlage. Zweitens Fugen, die dauerhaft über 100 °C betrieben werden – dort braucht es Silikon oder ein anderes Temperatursystem. In allen anderen Dichtungsaufgaben im Bau und in der Industrie ist EPDM die belastbarere Wahl, weil es Ozon, UV, Wasser und Alterung gleichzeitig standhält.
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