Der häufigste Irrtum zuerst: Schaumstoff schalldämmt nicht, er schallabsorbiert und entkoppelt. Das ist keine Wortklauberei, sondern der Unterschied zwischen einer Maßnahme, die wirkt, und einer, die den Nachbarn weiter hört.
| Aufgabe | Was wirkt | Was EPDM dazu beiträgt |
|---|---|---|
| Absorption – Nachhall im Raum senken | poröse, offenzellige Oberflächen | offenzelliger Akustikschaum, auch als schwer entflammbare Qualität |
| Luftschalldämmung – zwischen Räumen | Masse + federnde Lagerung + Fugendichtheit | nur als Feder in einem Masse-Feder-System und als Fugenmaterial |
| Trittschall – Körperschall im Bau | elastische Zwischenlage unter dem Estrich | geschlossenzellige Dämmbahn, sehr wirksam |
| Entdröhnung – Blechklappern, Dröhnen | schwerelastische, dämpfende Schicht auf dem Blech | EPDM-Dämmmatten im Fahrzeug- und Maschinenbau |
Eine 10 mm Schaumstofflage auf der Wand senkt den Nachbarschaftslärm praktisch nicht, solange die Fugen offen sind und der Schall umlaufend übertragen wird. Wirksam sind geschlossene Fugen, schwere Bauteile und entkoppelte Vorsatzschalen. EPDM liefert genau seinen Beitrag innerhalb dieser Kette – es ist nicht die Kette.
Hier ist Schaumstoff tatsächlich in seinem Element: Eine geschlossenzellige EPDM-Lage unter dem Estrich trennt die Masse des Estrichs vom Rohbau und senkt den Trittschall spürbar. Voraussetzung ist die Randfuge von 8–10 mm – wird sie überbrückt, geht der größte Teil der Wirkung verloren.
Im Fahrzeug ist Schaumstoff sehr wirksam, weil Bauteile dünn, Hohlräume klein und die Anregung körperschall dominiert. Typische Stellen:
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